From Eternal Partner

Written in German by Florian Gantner

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Krohn stellt das Fahrrad vor einer Betonwand ab, die sagt: Hier kannst du nicht rein, hier willst du nicht rein. Aber er ist kein Einbrecher, er hat einen Termin. Er läutet an, vermeidet es, ins Kameraauge zurückzuglotzen, mustert stattdessen die Struktur des Betons. Ein Surren, die Metalltür schiebt zur Seite und gibt den Blick auf eine schmale Stiege frei. Eine einzige Glühbirne, immerhin in einer schicken Messing-Fassung, beleuchtet den Aufstieg. Oben angekommen ist es, als würde er aus einem Bunker ans Licht treten. Vor Krohns Füßen fügen sich runde und viereckige Betonplatten zu einem Weg, der von Kiesflächen und vereinzelten Grasflecken mit schmächtigen Bäumen darauf gesäumt ist. Man könnte an Zen-Gärten denken, wäre da nicht die Rigorosität der Betonwände, die das Ganze umschließen und Krohn die Frage aufdrängen, ob es so etwas wie Zen-Brutalismus gibt. 

Er spürt den Impuls, sich dem Haus von Platte zu Platte springend zu nähern, wie beim Tempelhüpfen. Was würde die Frau, die ihn am Ende des Gartens mit verschränkten Armen erwartet, über ihn denken? Er hätte den ersten Eindruck wohl gründlich vermurkst.

Frau Wilfing begrüßt ihn mit dem Anflug eines Lächelns und fordert ihn auf, ihr zu folgen. Sie trägt die glatten grauen Haare schulterlang, unter dem Leinenanzug sind ihre schmalen Glieder zu erkennen.

Das Innere des Hauses stellt sich als überraschend wohnlich heraus. Die großen Fenster, das helle Holz der Wandschränke, Krohn tippt auf Eichenholz. Der offene Kamin. Die danebenstehende Bank zwar ein Block, dessen Design so zweckorientiert wirkt, als warte man auf die nächste U-Bahn, einige Sitzkissen laden aber zum Verweilen ein. Die weinroten Vorhänge. Der hochflorige Teppich – all das ergibt einen reizvollen Kontrast zur Kälte des Betons. Ließe sich gut leben hier, muss Krohn zugeben. Frau Wilfing bleibt vor einem cognacfarbenen Ledersofa stehen (Krohn hatte einmal Schuhe in der gleichen Farbe) und deutet auf die Kleidungsstücke, die darauf ausgebreitet liegen:

Das ist einer von Arnos Anzügen und ein dazu passendes Hemd. Würden Sie das bitte anziehen.

Statur neunzig Prozent, fällt Krohn ein. Dürfte passen.

Sie weist ihm den Weg ins Badezimmer, links den Flur entlang, die erste Tür zur Rechten. Ein Raum in der Größe von Krohns Wohnzimmer. Erst hier setzt die Verwirrung ein: den Anzug des toten Wilfing anziehen? Was soll das werden? Krohn betrachtet sich im Spiegel, schaltet die Beleuchtung ein, die jedes fehlplatzierte Haar und jedes Hautmal ausstellt. Das Hemd riecht leicht nach Lavendel. Der Anzug ist ein italienisches Fabrikat, Kaschmirwolle in Dunkelbraun, klassisch fallendes Revers. Krohn streicht beeindruckt über den Hosenstoff.

Frau Wilfing erwartet ihn vor dem Badezimmer. Sie kommentiert sein Erscheinungsbild nicht weiter, stattdessen die neuerliche Aufforderung, ihr zu folgen. Sie gehen den Flur entlang, rechts Regale aus Eichenholz, auf denen zwei gerahmte Fotografien mit Porträts junger Menschen stehen, vermutlich die Wilfing-Kinder. Links die Fenster, die in den Garten blicken lassen, einige Bäume, dahinter die graue Mauer. Von den Nachbarhäusern ist nichts auszumachen.

Sie betreten das hinterste Zimmer, in dem sich nichts weiter als eine mit rotem Samt überzogene Chaiselongue befindet, und eine Voliere. Krohn fragt sich, ab welcher Größe ein Käfig zur Voliere wird, ist aber sicher, dass es sich hier um Zweiteres handelt. Sie beherbergt zwei Vögel, die durch eine Mittelwand voneinander getrennt sind. Der Vogel in der linken Hälfte hat nichts Außergewöhnliches an sich: gelb-rot, nicht besonders groß. Anders der Vogel in der rechten Hälfte. Dieser sieht aus wie ein Meerschweinchen, das sich als Vogel tarnt. Wurde der Vogel … frisiert?

Orfeo und Euridice, stellt Frau Wilfing vor. Die beiden vermissen Arno. Seit er nicht mehr bei uns ist, singt Orfeo nur noch selten.

Krohn nickt. Der singende Orpheus. Orpheus, der Eurydike aus dem Totenreich retten will, sich umdreht und sie wieder verliert. So weit, so gut. Aber was ist seine Rolle, welche Aufgabe soll ihm übertragen werden? Wie passen die Wilfings in den antiken Stoff? Krohn versucht sich zu erinnern, wie der Gott der Unterwelt und seine Frau hießen.

Sie sind vorrangig wegen der Vögel hier, Herr Krohn. Doch keine Sorge, ich bin keine verschrobene Alte, die ihr Leben den Haustieren opfert. Es soll auch um meine Bedürfnisse gehen. Arno und ich hatten eine liebgewonnene Tradition. Einmal wöchentlich säuberten wir gemeinsam den Käfig.

Die Voliere, korrigiert Krohn gedanklich.

Arno arbeitete Tag und Nacht, doch für die gemeinsame Reinigung fand er immer Zeit. Dieses Ritual möchte ich am Leben erhalten, für mich und für die Vögel. Zu bedenken ist, dass Kanaris zu Menschen nur schwer eine Beziehung aufbauen. Mein Plan lautet, dass Sie dreimal wöchentlich für eine Stunde in einem von Arnos Anzügen kommen und mit Orfeo und Euridice sprechen. Die Testergebnisse Ihrer Firma besagen ja, dass Sie Arno nicht nur äußerlich gleichen, sondern auch über ein ähnliches Stimmorgan verfügen. Auch wenn ich davon noch nicht viel hören konnte, versetzt Frau Wilfing.

Entschuldigung, normalerweise bin ich nicht so wortkarg. Aber man erhält nun mal selten den Auftrag, mit Vögeln zu konversieren. Ich denke, ich fühle mich ein wenig … befangen.

Ich erwarte nicht, dass die Vögel Ihnen Antwort geben. Sie sollen also nicht konversieren, viel eher monologisieren. Erzählen Sie Orfeo und Euridice etwas. Keine Sorge, ich werde nicht anwesend sein, künftig können Sie die Befangenheit ablegen. Die Vögel werden Ihrer Stimme lauschen und allmählich Vertrauen zu Ihnen gewinnen. Spätestens in einem Monat erwarte ich, dass Sie mir bei der Reinigung zur Hand gehen können.

Seit Arno fort ist, singt Orfeo nur noch selten, wiederholt Frau Wilfing. Ihr scheint aufzufallen, dass sie ihr eigenes Echo abgegeben hat. Mit gerunzelter Stirn verlässt sie das Zimmer. Sie geht Richtung Eingangstür, Krohn hat Mühe, Schritt zu halten. Vor der Tür dreht sie sich um: Ich werde Ihnen ein paar von Arnos Anzügen zukommen lassen. Diesen hier behalten Sie am besten gleich an. Sie können morgen zur selben Zeit beginnen.

Published February 10, 2026
© Septime Verlag 2024

From Eternal Partner

Written in German by Florian Gantner


Translated into English by Caroline Schmidt

 

Krohn puts his bike in front of a concrete wall that says: You can’t come in here, you don’t want to come in here. But he isn’t breaking in; he’s expected. He rings the bell, avoiding gazing back into the eye of the camera, staring instead at the structure of the concrete. It buzzes, the metal door slides open, offering a view to a narrow stairway. Bare but at least in a posh brass holder, a single lightbulb illuminates the way up. Having arrived at the top, he feels as if he’s left a bunker and is now stepping into the light. At his feet is a path formed by round and square concrete slabs, lined by gravel with isolated plots of grass where scraggly trees are planted. It’s almost reminiscent of a Zen garden, save for the rigor of the concrete walls enclosing it all; Krohn wonders if Zen Brutalism is a thing.

He has an impulse to approach the building by jumping from one slab to the next, hopscotch-style. What would the woman standing at the other end of the garden with her arms crossed in front of her chest think of him then? He would have properly screwed up his first impression.

Mrs. Wilfing greets him with a hint of a smile and tells him to follow her. She has straight grey hair down to her shoulders; her narrow limbs are recognizable below a linen suit.

The inside of the building is surprisingly homey. The large windows, the bright wood of the wall cabinets – probably oak, Krohn thinks. The fireplace. Beside it is a bench in block form, whose design is nevertheless so utilitarian that the idea of sitting down has an air of waiting for the next subway train, but a few cushions invite you to stay a while. The burgundy curtains. The deep-pile carpet—it all provides an alluring contrast to the cold concrete.

Krohn has to admit it must be nice to live here. Mrs. Wilfing stands in front of a cognac-colored leather sofa (Krohn once had shoes in this color) and gestures to the clothing laid out on it: Here is one of Arno’s suits and a matching shirt. Please put them on.

His figure is a 90 percent match, Krohn remembers. It should fit.

She tells him where to find the bathroom, down the hall to the left, first door on the right. It’s the size of Krohn’s living room. It is only now that he begins to question the situation: putting on the deceased Wilfing’s suit? Where will that lead? Krohn looks at his reflection in the mirror, switching on the light that puts every misplaced hair and mole on display. The shirt smells faintly of lavender. The suit was made in Italy, a cashmere-wool blend in dark brown with standard notch lapels. Krohn runs his hand over the pants, impressed. 

Mrs. Wilfing is waiting for him in front of the bathroom. She doesn’t comment on his appearance, instead only asking him to follow her. They walk down the hall, past oak shelves on the right, where there are two framed photographic portraits of young people, presumably Wilfing’s children. On the left, the windows looking out to the garden, a few trees and behind that the grey wall. Nothing visible of the neighbors’ houses.

They enter the rearmost room, where there is only a chaise longue upholstered in red velvet, and an aviary. Krohn wonders how large a cage has to be before you can call it an aviary; he is nevertheless certain that this is the latter. It holds two birds, separated by a central dividing wall. There is nothing extraordinary about the bird on the left side: yellow-red, not particularly large. The bird on the right is a different story. It looks like a guinea pig camouflaged as a bird. Has the animal been…groomed?

Orfeo and Euridice, Mrs. Wilfing introduces them. They both miss Arno. Since he’s been gone, Orfeo sings only seldomly.

Krohn nods. The singing Orpheus. Orpheus, who tries to save Eurydice from the underworld, only to turn around and lose her again. So far, so good. But what’s his role here, what tasks will fall to him? What do the Wilfings have to do with the ancient myth? Krohn tries to remember the names of the god of the underworld and his wife.

You are primarily here for the birds, Mr. Krohn. But don’t worry, I’m not an eccentric old woman who devotes her entire life to her pets. It’s also about my needs. Arno and I were fond of our tradition. Once a week we would clean the cage together.

Aviary, Krohn corrects her in his head.

Arno worked day and night, but he always found time to clean the cage with me. I would like to keep that ritual alive, for both me and the birds. We have to bear in mind though that canaries do not easily bond with humans. My plan is for you to come three times a week wearing one of  Arno’s suits, in order to talk to Orfeo and Euridice for an hour. The test results provided by your business suggest that you not only look like Arno, but also possess a similar vocal organ. Although I can’t say I’ve heard much of it yet myself, Mrs. Wilfing added.

Sorry, normally I’m more communicative. But it’s not often you get a commission to converse with birds. I guess I feel a bit…self-conscious.

I don’t expect the birds to answer you. So think of it much more as a monologue than a conversation. Tell Orfeo and Euridice something. Don’t worry, I won’t be in the room, so in the future there will be no reason to be self-conscious. The birds will listen to your voice and gradually learn to trust you. I expect you will be able to lend me a hand cleaning in a month, latest.

Ever since Arno’s been gone, Orfeo sings only seldomly, Mrs. Wilfing repeats. It seems to her as if she’s lost her own echo. With a wrinkled forehead she leaves the room. She heads for the entrance and Krohn has trouble keeping up. At the door she turns around: I’ll send over a few of Arno’s suits for you. Just keep on the one you’re wearing now. You can begin tomorrow at the same time.

Published February 10, 2026
© Specimen

From Eternal Partner

Written in German by Florian Gantner


Translated into Arabic by Hamed Abboud

يوقفُ “كرون” درّاجته أمام جدارٍ إسمنتيّ أكثر ما يُمكن أن يقال عنه أنه يصرخ في وجهه: لا يمكنكَ أن تدخل من هنا، ولا تريد أن تدخل إلى هذه المكان . لكنّه ليس متسلِّلًا، لديه موعد. يقرعُ الجرس، ويتجنّب تبادل النظر مع عين الكاميرا، فيتأمّل بدلًا من ذلك الهيكل الإسمنتي. أزيزٌ خفيف يُحرك الباب المعدني وبتركه لينزلق جانبًا ويكشفُ خلفه عن سلّمٍ ضيّق. ولكن هناك مصباحٌ واحد فقط، موضوع على قاعدةٍ أنيقة من النحاس، يضيء سلَّمَ الصعود.

يشعر كرون حين يصل إلى الأعلى كأنّه يخرج من ملجأٍ معتم إلى الضوء. تمتدُ أمام قدميه ألواح إسمنتية مستديرة وأخرى مربّعة، تصطفّ لتشكّل ممرًّا تحفّهُ رُقَعٌ من الحصى وأعشاب متناثرة تنبت فيها أشجارٌ هزيلة. قد يخطر للمرء أن يتذكّر حدائق “التأمل/الزن”، لولا صرامة الجدران الإسمنتية التي تطوّق المكان وتثير في ذهن “كرون” سؤالًا عمّا إذا كان هناك شيء يُسمّى معمار الزن الوحشيّ.

يُراوده دافع لأن يقترب من المنزل قافزًا من لوحٍ إلى آخر، كما في لعبة القفز على المعابد (لعبة الحجلة) . ويفكّر: ماذا ستظنّ به المرأة التي تنتظره في نهاية الحديقة وذراعاها معقودتان؟ على الأرجح سيُفسد فعلهُ هذا الانطباع الأوّل عنه.

تستقبله السيدة فيلفِنگ بابتسامةٍ خفيفة وتدعوه أن يتبعها. شعرُها الرمادي الأملس يصل إلى كتفيها، ويمكنكَ أنْ تستقرئ من تحت بدلتها الكتانية أطرافها النحيلة.

يبدو داخل المنزل مفاجئًا في دفئه. النوافذ الكبيرة، وخشب خزن الجدران الفاتح.  يخمّن “كرون” أنه من خشب البلوط.  المدفأة المفتوحة والمقعدٌ الصلب إلى جانبها يبدو ككتلةٍ واحدة، بتصميمٍ عمليٍّ لدرجة توحي بأن المرء يستطيع -مٍنْ عليه- أن ينتظر بترقب القطار التالي، لكن الوسائد القليلة الموضوعة عليه تفتح الباب للجلوس باسترخاء. الستائر العنّابية، والسجادة ذات الوبر العالي، كل ذلك يشكّل تناقضًا جميلًا مع برودة الخرسانة.

يمكن للمرء أن يعيش هنا حياة طيبة، يعترف “كرون” في نفسه.

تتوقّف السيدة فيلفِنگ أمام أريكةٍ جلدية (يشبه لونها الكونياكي لون حذاءٍ قديم كان “كرون” قد امتلكه يومًا) وتشير إلى قطع الملابس المعروضة فوقها: هذه إحدى بدلات “آرنو”، ومعها قميصٌ مناسب. أرجو أن ترتديهما.

تدور الحسابات في خاطر “كرون”: تسعون في المئة من قامتي تقريبًا. يقول لنفسه: ينبغي أن تناسبني.

تشير له السيدة فيلفِنگ إلى الطريق نحو الحمّام: إلى اليسار على طول الممر، أول بابٍ إلى اليمين. غرفةٌ بحجم غرفة جلوسه تقريبًا. هناك يبدأ الارتباك بالتسلّل إليه: هل يرتدي بدلة السيد “فيلفِنگ” المتوفى؟ ما الذي يجري هنا؟

ينظر “كرون” إلى نفسه في المرآة، يشغّل الإضاءة التي تكشف كل شعرةٍ في غير موضعها وكل شامةٍ على بشرته. القميص تفوح منه رائحة خفيفة من اللافندر. البدلة إيطالية الصنع، من صوف الكشمير البني الداكن، لها طيّة صدر كلاسيكية. يمرّر “كرون” يده بإعجاب على قماش البنطال.

تنتظره السيدة فيلفِنگ أمام الحمّام و لا تعلّق على مظهره بل تكرّر طلبها بأن يتبعها. يسيران في الممرّ، إلى اليمين رفوفٌ مِن خشب البلوط تعلوها صورتان مؤطّرتان لشابين، على الأرجح ولدا عائلة فيلفِنگ، على الجانب الأيسر نوافذ تطلّ على الحديقة، بضع أشجار وخلفها جدار رمادي. لا أثر مرئي لأيّ منازل مجاورة.

يدخلان الغرفة الأخيرة في الممرّ، التي لا تحوي سوى أريكة استلقاء مكسوّة بالمخمل الأحمر، وقفص طيور كبير. يتساءل “كرون”: عند أيّ حجمٍ يتحول القفص من قفص احتجاز ليتحوّل إلى قفص يسمح لمن بداخله بالطيران؟ لكنه متيقّن أنّ ما يراه هنا هو من النوع الثاني.

يضمّ القفص طائرين تفصل بينهما جدارٌ في المنتصف. الطائر في الجهة اليسرى لا يثير أي دهشة: أصفر وأحمر، حجمه عاديّ. أمّا الطائر في الجهة اليمنى، فشيءٌ آخر تمامًا — يبدو كخنزير غيني يتنكر على هيئة طائر. هل… تمّ تصفيف ريشه؟

تُعرِّف السيدة فيلفِنگ عنهما قائلة: هذا “أورفِيو” و”يوريديتشي”. يفتقدُ الإثنان “آرنو”. فمنذ أن غابَ عنّا، ندر غناء “أورفِيو”. يهزّ “كرون” رأسه. 

أورفيوس المغنّي. أورفيوس الذي حاول إنقاذَ “يوريديس” من عالم الموتى، لكنه عندما التفتَ لينظر إليها ففقدها من جديد. لابأس بكل ذلك حتى الآن، لكن ما دوره هو؟ ما المهمّة التي يُفترض أن تُوكل إليه؟ وكيف تنسجم عائلة “فيلفِنگ” مع هذا النسيج الأسطوري القديم؟ يحاول “كرون” أن يتذكّر: ما كان اسم إله العالم السفلي وزوجته؟

تقول السيدة فيلفِنگ: حضرتكم هنا وفوق كل شيء من أجل الطيور، يا سيد “كرون”. لكن لا تقلق، لستُ عجوزًا غريبة الأطوار تكرّس حياتها لحيواناتها الأليفة. الأمر يتعلّق أيضًا باحتياجاتي أنا. كانت لي ولـ”آرنو” عادةٌ محبّبة،  كنا ننظّف القفص معًا مرةً كل أسبوع. 

“القَفَص الكبير الذي يسمح لمن بداخله بالطيران” يصحّحُ “كرون” توصيف القفص في نفسه.

تقول السيدة فيلفِنگ: كان آرنو يعمل ليلًا ونهارًا، ومع ذلك كان يجد دائمًا وقتًا لتنظيف القفص معًا. أودّ أن أُبقي هذا الطقس حيًّا، ليس من أجلي فحسب إنما من أجل الطيور. عليكَ أن تعلم أن طيور الكناري نادرًا ما تبني علاقة وطيدة مع البشر. خطّتي هي أن تأتي ثلاث مراتٍ في الأسبوع، لمدّة ساعةٍ في كل مرة، مرتديًا إحدى بدلات آرنو، لتتحدّث مع أورفِيو ويوريديتشي. فنتائج الاختبارات التي أجرتها شركتكم تشير إلى أنكَ لا تشبه آرنو في المظهر فحسب، بل وتملك أيضًا حبالا صوتية مشابهة له. تتوقف السيدة فيلفِنگ للحظة وتضيف بنبرةٍ خافتة: وإن كنتُ لم أسمع الكثير من صوتكَ بعد.

يقول “كرون”: المعذرة، لستُ بهذا القَدر من الصمت في أغلب الأحيان ولكن من النادر أن يُطلَب من المرء أن يُجري محادثة مع طيور. أظنّ أنني أشعر ببعض… الحرج.

لا أتوقّع من الطيور أن تستجيب لك، تقول السيدة فيلفِنگ. لستَ مطالَبًا بالحوار معها، بل بالأحرى بالمونولوغ. احكِ لـأورفِيو ويوريديتشي شيئًا ما. لا تقلق، لن أكون حاضرة، ومع الوقت ستتخلّص من هذا الحرج. ستعتاد الطيور على صوتك وتبدأ بمنحكَ ثقتها. أتوقّع أن تكون قادرًا على مساعدتي في تنظيف القفص في موعدٍ أقصاه شهر.

منذ أن غابَ عنّا، ندر غناء “أورفِيو”، تكرّرُ السيدة فيلفِنگ، ويبدو أنها أدركتْ في اللحظة نفسها أنها أعادت كلماتها السابقة. تعقد حاجبيها وتغادر الغرفة. تسيرُ نحو باب الشقة ويجد “كرون” صعوبة في مجاراتها بخطواته. تلتفت إليه عند الباب قائلةً: سأرسل إليك بعض بدلات آرنو. من الأفضل أن تُبقي هذه التي ترتديها الآن عليك. يمكنكَ أن تبدأ غدًا في الوقتِ نفسه.

Published February 10, 2026
© Specimen

From Eternal Partner

Written in German by Florian Gantner


Translated into Latvian by Jana Vērdiņa

Krons novieto velosipēdu pie betona sienas, uz tās rakstīts: te neienāksi, pat negribi ienākt. Taču viņš nav laupītājs, ir norunāta tikšanās. Viņš nospiež zvana pogu, izvairās atskatīties uz kameras actiņu, toties rūpīgi aplūko betona būvi. Metāla durvis čīkstot pabīdās, paveras skats uz šaurām kāpnēm. Kāpienu augšup izgaismo viena vienīga spuldzīte, kaut ieskrūvēta smalkā misiņa patronā. Sajūta augšā tāda, it kā tu būtu izkļuvis no bunkura gaismā.

Apaļas un taisnstūrainas betona plāksnes zem Krona kājām veido celiņu, pa starpām grants laukumi un vietām zāles pleķīši, kur aug tievi kociņi. Varētu iztēloties dzen dārzu, ja visu šo teritoriju neapjoztu raupjās betona sienas, tāpēc Krons aizdomājas, vai eksistē tāda lieta kā dzenbrutālisms.

Kad ieeja mājā jau tuvu, viņš, lēkājot no vienas plāksnes uz citu, spēji sajūtas gluži kā bērns skraidām pa templi. Ko padomās sieviete, kas gaida viņu dārza galā, rokas sakrustojusi? Pirmais iespaids iznāks pagalam neveiksmīgs. Vilfingas kundze ar smaida ēnu sejā sveicina Kronu un aicina sekot. Viņai pelēki, taisni mati līdz pleciem, un zem lina kostīma vīd slaidais augums. Iekšā pārsteidzoši mājīgi. Lieli logi, sienas skapīšiem gaišs koks, Krons pieņem, ka ozols. Atvērtais kamīns. Blakus soliņš – klucis ar tik funkcionāla izskata dizainu, it kā tur vienkārši derētu piesēst, gaidot nākamo metro, tomēr pāris spilvenu aicina uzkavēties. Vīna sarkanie aizkari. Garspalvainais paklājs. Viss apburoši kontrastē ar auksto betonu. Būtu labi šeit dzīvot, Kronam jāatzīst. Vilfingas kundze apstājas pie konjaka krāsas ādas dīvāna (Kronam bija tādas pašas krāsas kurpes) un norāda uz izklātajiem apģērba gabaliem: – Šis ir Arno uzvalks un atbilstošais krekls. Vai jūs varētu to uzvilkt, lūdzu?

Par deviņdesmit procentiem atbilst augums, atminas Krons. Vajadzētu derēt, bet jābūt uzmanīgam, kad pieliecos.

Viņa parāda ceļu uz vannasistabu, pa kreisi gaitenis, pirmās durvis pa labi. Telpa Krona dzīvojamās istabas lielumā. Tikai nu iestājas apjukums, kā uzvilkt mirušā Vilfinga uzvalku? Kā tas īsti domāts? Krons aplūko sevi spogulī, ieslēdz gaismu, kas izceļ katru nepareizi pieglausto matu, katru ādas laukumiņu. Krekls tikko jūtami smaržo pēc lavandas. Uzvalks šūts Itālijā, tas ir no kašmira vilnas, tumši brūns, ar klasiskiem atlokiem… un ir patīkams. Krons pāris reižu pārbrauc ar plaukstu pār bikšu audumu.

Vilfingas kundze gaida pie vannasistabas. Šoreiz nekomentē, neapspriež viņa izskatu, bet vēlreiz lūdz sekot. Abi dodas tālāk pa gaiteni gar ozolkoka plauktiem labajā pusē, uz tiem divas ierāmētas jaunu cilvēku fotogrāfijas, iespējams, Vilfingu bērni. Pa kreisi logi, kas vērsti uz dārzu, daži koki, caur kuriem dažkārt pretī ieskatās pelēkā siena. No kaimiņu mājām ne vēsts.

Vilfingas kundze un Krons ieiet gala istabā, kur tikai sofa, pārklāta ar sarkanu samtu, un voljērs. Krons prāto, no kāda izmēra būri sāk saukt par voljēru, tomēr nav šaubu, ka tas ir voljērs. Iekšā divi putni, vidū starpsiena. Putns kreisajā pusē nav nekas neparasts – dzeltenīgi sarkans, ne īpaši liels. Putns labajā pusē citāds. Izskatās, ka jūrascūciņa pārģērbta par putnu. Vai putns ir safrizēts?

– Orfejs un Eiridīke, – iepazīstina Vilfingas kundze. – Abiem pietrūkst Arno. Kopš viņa vairs nav starp mums, Orfejs dzied tik reti.

Krons saprotoši pamāj. Dziedošais Orfejs. Orfejs, kurš grib izglābt Eiridīki no mirušo valstības, atskatās un atkal zaudē viņu. Tiktāl viss labi. Bet kāda ir viņa loma, kāds būs uzdevums? Kā Vilfingi iekļaujas antīkajā materiālā? Krons mēģina atcerēties vārdu pazemes dievam un viņa sievai.

– Jūs esat šeit galvenokārt putnu dēļ, Krona kungs. Bet neuztraucieties, es neesmu nekāda veca, kaprīza sieva, kas darīs visu savu mājdzīvnieku dēļ. Runa ir arī par manām vajadzībām. Arno un es lolojām īpašu tradīciju. Reizi nedēļā kopā tīrījām būrīti.

Voljēru – Krons domās izlabo.

– Lai sakoptu to, Arno vienmēr atrada laiku, kaut gan strādāja dienu un nakti. Es gribu saglabāt šo rituālu – gan sev, gan putniem. Kanārijputniņi neveido īpašas attiecības ar cilvēkiem. Tas jāņem vērā. Mans plāns ir tāds, ka jūs trīs reizes nedēļā uz stundu ieradīsieties kādā no Arno uzvalkiem un aprunāsieties ar Orfeju un Eiridīki. Jūsu portfolio firmā liecina, ka jūs ne tikai izskatāties pēc Arno, bet arī balss ir līdzīga. Lai gan to man vēl nav izdevies bieži dzirdēt, piebilda Vilfingas kundze.

– Atvainojiet, parasti neesmu tik skops vārdos. Bet reti gadās līgums par sarunāšanos ar putniem. Man šķiet, ka jūtos mazliet… nedroši.

– Es negaidu, ka putni jums atbildēs. Tāpēc jums nevajadzētu veidot sarunu, bet gan runāt pašam. Pastāstiet kaut ko Orfejam un Eiridīkei. Neuztraucieties, es nebūšu klāt, turpmāk varēsiet būt mierīgs un justies brīvāk. Putni ieklausīsies jūsu balsī un pamazām izrādīs uzticību. Vēlākais pēc mēneša es sagaidu, ka varēsiet man palīdzēt ar tīrīšanu.

– Kopš Arno ir prom, Orfejs dzied tikai retu reizi, – atkārto Vilfingas kundze. Šķiet, viņa saprot, ka vēlreiz pasaka to pašu. Viņa iziet no istabas sarauktām uzacīm. Viņa dodas pa gaiteni uz ārdurvīm, Kronam grūti turēt līdzi. Pie durvīm viņa pagriežas:

– Es jums atsūtīšu dažus Arno uzvalkus. Vislabāk, lai tie pirms tam tiktu uzvilkti. Varat sākt strādāt rīt šajā pašā laikā.

Published February 10, 2026
© Gadagrāmata, Starptautiskā Rakstnieku un tulkotāju māja 2024


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